Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes verabschiedet - Rechte der Jugendlichen werden vernachlässigt

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Das Deutsche Kinderhilfswerk hat die Bundesregierung aufgefordert, für Kinder über 14 Jahren mehr Platz zum Spielen und Bolzen zu schaffen.

In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag, 28.05.2011) kritisierte  Präsident Thomas Krüger, der Bewegungsspielraum für Heranwachsende werde auf sträfliche Weise eingeengt. „Wir dürfen uns nicht wundern, wenn Jugendliche dann vor dem Computer abhängen“, sagte Krüger. Nach seinen Worten wirft es  ein fatales Zeichen auf das „vergreisende Deutschland“, wenn Monat für Monat  Jugendtreffpunkte und Bolzplätze abgebaut oder nur eingeschränkt freigegeben würden, weil  Anwohner gegen Lärmbelästigung klagten.

„Kinder müssen sich die Welt durch Spiel erschließen und Erfahrungen in freier Natur sammeln“, sagte Krüger. Aber Autoverkehr oder Gewerbeansiedlung habe in Deutschland Vorrang. Selbst Hinterhöfe und Grünflächen würden immer öfter zu Verbotszonen. Das Deutsche Kinderhilfswerk appellierte ferner an den Bund, Lücken in der so genannten  Baunutzungsordnung zu schließen, damit Kitas auch in reinen Wohngebieten gebaut werden können.

Krüger begrüßte die Gesetzesnovelle der Bundesregierung, die Klagen gegen Lärm, der aus Kindergärten, Kitas und von Spielplätzen dringt, in Zukunft praktisch ausschließt. „Hier muss jetzt nachgebessert werden“, erklärte er. „Es gibt keine geräuschfreien Kinder. Wir wollen auch keine geräuschfreien Kinder." Das Deutsche Kinderhilfswerk startet zum heutigen „Weltspieltag“ bundesweit über 100 Aktionen mit über 500 000 Teilnehmern, um das „Recht auf Spiel“ in das Bewusstsein zu rücken. Dass ein Viertel der Bundesbürger die Entfaltung Heranwachsender verhindere, könne sich eine überalterte Gesellschaft nicht leisten, sagte Krüger.

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