Hintergrund
Kinder haben ein Recht auf Spiel, damit sie gesund aufwachsen und soziale Kompetenz entwickeln können. Demgegenüber beklagen Kinder im Zuge moderner Stadtentwicklung und Bildungspolitik das Fehlen von „Freiräumen“ in ihrem Alltag und dort, wo sie lautstark ihrem Spieldrang nachgehen, geraten sie in Konflikt mit ruhebedürftigen Erwachsenen. Das erfolgreiche Klagen gegen Kindertagesstätten und Bolzplätze macht Schule, Verbots-schilder nehmen den Kindern die letzten Freiflächen. Deshalb ist eine Lobby für das Recht auf Spiel dringend notwendig!
Kinder brauchen Platz und Bewegung für eine gesunde körperliche Entwicklung und um zu lernen. Über das Spiel entwickeln sie motorische Fähigkeiten und eignen sich soziale Kompetenzen an. In einer Gesellschaft mit immer weniger Kindern und starken Bedürfnissen der älteren Generation ist ein abnehmendes Verständnis für das lautstarke Spielen zu verzeichnen. Mit dem Weltspieltag will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im Bündnis Recht auf Spiel die Bedeutung des Spiels für Kinder ins Bewusstsein rufen und mehr Akzeptanz für spielende Kinder fördern.
Gemeinsam mit seinen Partnern im Bündnis für das Recht auf Spiel ruft das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. jedes Jahr dazu auf, sich mit Aktionen am 28. Mai vor Ort zu beteiligen - auch unabhängig von der Bündnispartnerschaft. Alle Initiativen erhalten Informationsmaterial und Handreichungen für die Durchführung ihrer Aktionen. Weitere Informationen erhalten sie unter dem jeweiligen Aufruf.
Der Weltspieltag in Deutschland ist eine Initiative des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. sowie weiterer bundesweiter Träger und Initiativen, die im Bündnis Recht auf Spiel zusammengeschlossen sind. Er wurde 2010 zum dritten Mal national ausgerichtet. Der Weltspieltag findet weltweit jedes Jahr am 28. Mai statt!
Bild: Weltspieltag 2009, Berlin-Tempelhof
Die jahresaktuellen Hintergrundpapiere findet man hier.



