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Spielplätze
Während Kinder früher überall in der Stadt spielen konnten, findet heute das Kinderspiel zum großen Teil auf Spielplätzen, auf speziell für Kinder reservierten Flächen statt. Es ist durchaus positiv zu bewerten, dass die Anzahl der Spielplätze in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat. Doch Kinder brauchen mehr als einen Buddelkasten mit Rutsche und Klettergerüst. Empirische Studien belegen, dass das Anregungspotenzial von Spielplätzen sehr gering ist. 80% aller Aktivitäten dort sind Bewegungsspiele, die durch die Geräte angeregt wurden. Gravierender ist die Tatsache, dass über die Hälfte aller Spiele weniger als fünf Minuten dauern, wobei davon auszugehen ist, dass ausdauernd im Sand spielende Kleinkinder den Durchschnitt verfälschen. Hingegen kommt gestaltendes Spielen, was länger dauert, oft in Räumen vor, die nicht speziell für Kinder gedacht und ausgestattet sind. Weitere positive und anregende Spielorte stellen moderne Themenspielplätze dar. Die Gestaltung des gesamten Spielplatzes steht unter einem speziellen Thema, nach dem sich das Aussehen aller Geräte richtet. Diese Kulisse gibt Kindern Anreize, die ihre Fantasie fördern. Kinderspiel darf nicht nur auf Spielplätzen stattfinden, doch auf dem Weg hin zur bespielbaren Stadt nehmen Spielplätze eine besondere Bedeutung für Kinder ein. Deshalb müssen diese entsprechend der Bedürfnisse der Kinder nach Bewegung, Gestaltbarkeit und Veränderbarkeit qualifiziert werden.

> Beitrag von Toni Anderfuhren "Neugierige Schritte in Spielräume" als PDF


Quelle: Toni Anderfuhren, Bauma (Schweiz) in Zeitschrift Offene Spielräume, Ausgabe 3-2008, Herausgeber: Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V., Stuttgart

 

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