Zum Weltspieltagsmotto 2017 "Spiel! Platz ist überall" schlagen wir folgende Spielideen vor:

• Mischt euch eure eigene - wieder abwaschbare Kreide - aus 2 Tassen Wasser, 1 Tasse Gipspulver und 1/2 bis 1 Tasse Gouache-Farbe zusammen. Jetzt könnt ihr zusammen mit euren Freunden euer Viertel verschönern und eure Umgebung so bunt gestalten wie ihr möchtet.

• Erkundet bei einem gemeinsamen Streifzug durch euer Viertel alle nicht zugänglichen Spielorte, notiert und fotografiert sie und schreibt dem Bürgermeister in einem Brief, dass ihr auch gerne an diesen Plätzen spielen möchtet. Auch Orte die ihr für gewöhnlich meidet, weil sie zu dunkel, dreckig oder gar angsteinflößend für euch sind könnt ihr fotografieren.

• Klettern und Toben kann man nicht nur auf Spielplätzen. Kinder sind sehr kreativ und lieben es mit unentdeckten "Spielgeräten" zu spielen. Geht doch mal gemeinsam los und lasst euch spielerisch treiben. Ihr werdet erstaunt sein, wie gerne Kinder andere Materialien zum Spielen zweckentfremden und der Fantasie freien Lauf lassen.

• Rüstet euch mit einer (Einweg-)Fotokamera aus und geht auf Entdeckungstour in eurer Umgebung. Probiert doch mal auf die Dinge um euch herum zu achten, die nicht direkt in eurer gewohnten Blickhöhe sind. Wetten, dass ihr sehr viel Neues entdecken werdet? Selbst auf Straßen und Wegen die ihr jeden Tag entlang spaziert. Ihr könnt z.B. auch ganz konkret nach Dingen ausschau halten, die zufällig ein Gesicht haben. So könnt ihr nach ganz verschiedenen Themen ein Fotobuch mit Dingen aus eurem Viertel gestalten.

• Wenn sich viele Eltern zusammen tun könnt ihr versuchen, dass Spielen auch auf die Gehwege oder gar auf die Straße zu verlagern! Richtet dafür eine temporäre Spielstraße ein, auf der alle Kinder frei spielen können.

• Rausgehen und Loslegen! Wenn ihr ein Smartphone oder ein Tablet habt, dann probiert doch mal die #stadtsache-App aus. Wenn ihr Spaß am Entdecken, Forschen und Dokumentieren habt, dann ist diese App genau das Richtige für euch. Weitere Informationen findet ihr auf der offiziellen #Stadtsache-Webseite.

• Wie wäre es mit der Gestaltung einer Rallye mit den verschiedensten Fragen über eurer Viertel? Wie viele Fenster hat die Kirche XY? So lernen Kinder in Kleingruppen nicht nur ihre Umgebung kennen, sondern haben auch eine Menge Spaß!

 

Zum Weltspieltagsmotto 2016 "Spielen überwindet Grenzen!" schlagen wir folgende Spielideen vor:

• Großformatige Spiele selber bauen zusammen mit geflüchteten Kindern: zusammen mit den Kindern in einer Notunterkunft und mit Hilfe der Erwachsenen könnt ihr ein großes Brettspiel bauen, z.B. Schach, Backgammon oder Tischfußball. Dieses können die Kinder und deren Familien in der Unterkunft dann auch nach dem Weltspieltag weiterhin nutzen.

• Wie wäre es, wenn ihr zusammen herausfindet, was in anderen Ländern draußen und auf der Straße gespielt wird? Fragt doch die Kinder in einer Unterkunft in eurer Nähe, was sie in ihren Heimatländern immer gespielt haben und lasst es euch von ihnen erklären und zeigen.

• Wie wäre es mit einem interkulturellen Fest zusammen mit euren Nachbarn und den Geflüchteten. Essen, Musik und Tanz bringt viele Kulturen zusammen. Jeder bringt einfach etwas zu Essen und Spielmöglichkeiten für draußen mit. Vielleicht könnt ihr sogar ein Spielmobil für den Tag organisieren. Das ist Spaß für alle. Die Erwachsenen können sich unterhalten und kennenlernen und die Kinder spielen zusammen.

• Klettern und balancieren kann man nicht nur auf dem Spielplatz. Begebt euch auch in eurem Quartier auf die Suche nach Kletterbäumen, Mauern und anderen unentdeckten „Spielgeräten“.

• Es gibt in eurem Quartier zu wenige Spielgelegenheiten für alle Kinder oder ihr kommt auf den Spielplätzen nicht weit mit Fahrrad, Roller & Co? Dann versucht mal gemeinsam mit euren Eltern, am Weltspieltag eine temporäre Spielstraße einzurichten. Natürlich muss die Stadt vorher die Genehmigung erteilen, Straßen kann man nicht so einfach sperren.

• In der Stadt gibt es viele Orte, wo gespielt werden könnte. Nur leider werden sie meist zum Parken der Autos genutzt oder sind schlecht erreichbar bzw. gar nicht zugänglich. Erkundet eure Umgebung zusammen und macht Fotos von Orten, auf denen ihr spielen möchtet, es aber nicht könnt. Diese könnt ihr dann mit einem Brief, in dem ihr euch mehr sichere Spielflächen wünscht, gemeinsam der Stadtverwaltung übergeben und am besten jemanden von der Presse dazu einladen.

• Ballspiele gibt es fast überall auf der Welt. Wie wäre es also, wenn ihr zusammen mit den Kindern aus der Nachbarschaft und dem Flüchtlingsheim ein Turnier auf eurem Bolzplatz oder Basketballplatz organisiert. Die Mannschaften werden ausgelost und gemischt, damit ihr neue Freundschaften schließenn könnt.

• Probiert doch mal Geocaching, die Schnitzeljagd 2.0, aus und entdeckt auf eurer Suche nicht nur versteckte Schätze an den vorgegebenen Koordinaten, sondern auch neue spannende Orte in eurer Umgebung. Die Kinder aus den Flüchtlingsunterkünften können ihre neue Heimat so ganz spielerisch entdecken.

 

Zum Weltspieltagsmotto 2015 "Unsere Straße ist zum Spielen da!" schlagen wir folgenden Spielideen vor:

• Für Straßenspiele ist eins ganz wichtig: Die Kreide! Ob Fußballfeld, Spielplan für Himmel und Hölle oder immer einsetzbares Werkzeug, um in Fantasiewelten abzutauchen; ein Stück Kreide kennt keine Grenzen mit Ausnahme Eurer Kreativität.

• Habt Ihr vielleicht eine Kamera? Warum fotografiert Ihr nicht einfach mal, wie die Straße aussieht, wenn Ihr darauf spielen dürft. Je mehr Kinder und Spielzeuge auf dem Bild sind, desto besser. Und dann könnt Ihr allen zeigen, dass es draußen viel schöner aussieht, wenn man erkennen kann, dass Kinder dort spielen und nicht nur Autos langfahren.

• Wenn Ihr Euch zum Spielen auf der Straße trefft, könnt Ihr natürlich alle was mitbringen. Was haltet Ihr beispielsweise von einem riesigen Murmelspiel mit allen Murmeln, die Ihr finden könnt? Fragt doch mal die Erwachsenen, wie viel sie früher auf der Straße gespielt haben und natürlich auch was. Vielleicht bekommt Ihr ein paar Ideen, die Ihr selbst umsetzt oder spielt zur Abwechslung die Spiele der Kinderzeit Eurer Eltern.

• Meistens macht es mehr Spaß, mit vielen Kindern zusammenzuspielen. Um alle zusammenzubringen, könnt Ihr ein Kinderzeltdorf auf einem öffentlichen Platz, in einem Park oder ähnlichem errichten.

• So einen Bolzplatz kann man auch auf der Straße haben. Nehmt einfach Bälle und Absperrband mit und schaut, was Euch einfällt.

 

Zum Weltspieltagsmotto 2014 "DEIN Recht auf Spiel!" schlagen wir folgenden Spielideen vor:

• Denkt Euch doch mal ein paar neue Spiele aus oder verändert einfach mal die Regeln Eurer Lieblingsspiele.

• Fragt Eure Eltern, was sie in ihrer Kindheit gespielt haben. Vielleicht haben sie ja ein paar tolle alte Ideen, die jetzt auch noch genau so viel Spaß machen.

• Erobert Euch den Stadtraum zurück und spielt doch einfach mal an ungewöhnlichen Orten – ihr dürft Euch nicht nur allein auf Spielplätzen austoben, die Stadt gehört Euch genau so wie den Erwachsenen!

• Überzeugt Eure Lehrer/innen, den Weltspieltag zum Anlass für einen bewegten und spielerischen Unterricht zu nutzen – Mathe kann man auch im Gruppenspiel lernen!

• Trommelt eine Gruppe zusammen und fragt mal im Rathaus nach, ob Ihr bei Planungen zur Stadtgestaltung nun auch wirklich immer gefragt werdet – so steht es nun nämlich im Gesetz (Baugesetzbuch)!

 

Zum Weltspieltagsmotto 2013 "Spielen bildet!" schlagen wir folgenden Spielideen vor:

Tipps für freie Kinder(gruppen)
  • Besucht mit euren Freunden oder der Familie die in eurer Gemeinde angebotene Spielaktion, eine Übersicht mit Ortangabe über die Landkarte findet man hier.
  • Trommelt all eure Freunde aus der Nachbarschaft zum freien Spiel hinterm Haus zusammen und lasst Fernseher & PC einfach mal aus.
  • Denkt euch doch mal ein paar neue Spiele aus oder handelt einfach mal neue Regeln für euer Lieblingsspiel aus.
  • Durchstreift die Grünfläche in eurer Nähe und überlegt, mit welchen in der Natur gefundenen Materialien man neue Spiele ausprobieren kann (z.B. Steinchen oder Stöckchen).
  • Probiert doch einmal die Spiele aus, die eure Eltern schon früher als so genannte „Straßenspiele“ spielten (z.B. Himmel & Hölle oder Gummitwist).
  •  Erobert euch den Stadtraum zurück und spielt doch einfach mal an ungewöhnlichen Orten – ihr dürft euch nicht nur allein auf Spielplätzen austoben, die Stadt gehört euch genau so wie den Erwachsenen!
Tipps für die Kita

Im Grunde genommen bieten sich Kindern in der Kita meist genügend Möglichkeiten für das freie Spiel. Dieses Potential gilt es zu nutzen und nicht frühzeitig zu beschränken.

  • Das wilde Toben über den Hügel, das Herumtollen auf der Wiese, das Matschen in der Kleckerburg, das Versteckspiel in der Hecke, das Mutter-Vater-Kind-Spiel oder der Bau einer Höhle – all das ist Bildung durch Spiel!
  • Oder wie wäre es damit, sich an einem Nachmittag oder an einem extra dafür organisierten „Bauwochenende“ eine neue Bewegungslandschaft (z.B. angelehnt an die Bewegungsbaustellen) mit Hügeln, Büschen, Matschecken und Kletter- und Balanciermöglichkeiten zu schaffen? Gemeinsam mit engagierten Eltern und deren durchaus nutzbarem technischen Know How lässt sich hier sicher viel Bewegen! Oftmals bedarf es dafür nicht einmal viel teuren Materials. Ein paar vom örtlichen Baumarkt gesponserte Pflanzen 2. Wahl oder kostenlos abzugebende Holzreste und Findlinge vom städtischen Bauhof können – zusammen mit viel persönlichem Engagement & Muskelkraft – eine ganze Menge bewirken!
Tipps für die Schule

Im Spiel lernt man mindestens genau so viel wir in der Schule – nur eben anderes! Also nutzen Sie jede Möglichkeit, den Schülern ausreichend Spielmöglichkeiten zu verschaffen.
Wie wäre es daher mit einem Schultag ganz nach dem Motto „Spielen bildet!“? Damit kein Elternteil moniert, dass die Kinder an diesem Tag ja „nur spielen“ und gar nichts gelernt haben – verbinden Sie das Spiel doch einfach mit dem Unterricht:

  • Beim Spiel auf der Bewegungsbaustelle  wird balanciert und neu  konstruiert  – das ist Mathe- und Physikunterricht
  • Beim Wettrennen schult man Kondition, Dynamik, Motorik
  • Beim Klötzchenbau erlangt man Kenntnisse über Statik und Architektur
  • Modellbau ist Materialkunde
  • Der Besuch des Schulgartens, der Naturstation oder des benachbarten Parks ist Biologieunterricht

Was tun, wenn kein Weg am Regelunterricht vorbeiführt und die Lehrpläne keine Abweichung erlauben? Wie wäre es dann wenigstens mit einem freien Spielnachmittag in der Schule oder bewegten Pausen?

Die Möglichkeiten sind vielfältig, fangt einfach an!

Passend zum Motto des Weltspieltages 2014 "DEIN Recht auf Spiel!" hatten wir eine Sammlung von einfachen & leicht vorzubereitenden Spielen, die Familien und andere Gruppen draußen gemeinsam spielen können, zusammengestellt. Nach dem Motto „Für ein Recht auf Spiel rufen wir zum zivilen Ungehorsam auf!“ schlagen wir außerdem folgende Aktionen vor:

  1. Kinderwegweiser
  2. Rallye für mehr Kinderfreundlichkeit
  3. Stolpersteine
  4. 1 Millionen Klötzchen aufbauen und dann wieder einreißen
  5. Straßen sperren und vorübergehende Spielstraßen einrichten
  6. Biographische Spielorte darstellen (Wo hat der Opa früher gespielt?)
  7. Rathäuser bespielen (nach dem Motto „Wenn sonst kein Platz ist…!“)
  8. Riesenbild aus Straßenkreide anfertigen
  9. Zukunftspyramide mit den Forderungen von Kindern zum Thema Recht auf Spiel
  10. Fingierte Pressemitteilungen rausgeben
  11. Zebrastreifen an dafür notwendigen Stellen ausrollen
  12. Spielende Kinder am Straßenrand aufstellen (aus Pappmaché, Holz u.ä.)
  13. Labyrinth oder Straßensperre aus Europaletten bauen
  14. Strohballen, Baumstämme u.ä. zum Spielen anbieten
  15. von Kindern Radarmessungen durchführen und Temposünder ansprechen lassen
  16. Bundesweit gleichzeitige Presseaktion durchführen oder Presseveranstaltung als Kettenreaktion (evtl. kombiniert mit Klötzchenaktion)
  17. Wunschwand anfertigen lassen
  18. zentrale Plätze in Beschlag nehmen
  19. Kinder(krach)konzert veranstalten - vor dem Rathaus, in der U-Bahn...
  20. Kindertheaterstück aufführen - an Straßenkreuzung während der roten Ampelphase....
  21. Kinderrallye durch die Innenstadt
  22. Spielorte markieren und bespielen, an denen früher gespielt wurde/ die man gern bespielt/ die man gern bespielen würde
  23. außergewöhnliche Orte bespielen: das Bahnhofsgebäude, Parkplätze, den Rathausvorplatz, die Einkaufspassage,...
  24. verkehrte Welt: parkende Autos verdrängen und den Parkplatz bespielen


Die Aktion sollte Aufsehen erregen und zum Nachdenken über das eigene Verhalten anregen. Wichtig ist, dass es sich nicht nur um eine einmalige Aktion handelt, welche bald in Vergessenheit gerät. Sie sollte vielmehr eine nachhaltige Veränderung herbeiführen – zum Beispiel die Umwandlung einer bisher lediglich tempolimitierten Straße in eine richtige Spielstraße. Schön wäre es auch, wenn nach dem Weltspieltag eine bleibende Erinnerung an die Spielaktion hinterlassen wird – ein Gedenkstein, eine Plakette, ein an diesem Tag mit den Kindern errichtetes Spielgerät o.ä. Bitte vergessen Sie nicht, für Ihre Aktionen ggf. erforderliche Genehmigungen bei der Stadtverwaltung einzuholen (siehe Handreichung).