„Die spielen ja nur...“ - Doch welchen Wert hat das freie Spiel für die emotionale, kognitive und motorische Entwicklung unserer Kinder und welche Kompetenzen können daraus erwachsen?

Spielen ist eine Grundbedingung für Lern- und Bildungsprozesse und wird häufig unterschätzt. Denn Kinder begreifen spielend die Welt! Sie wollen sich und die Welt entdecken und verstehen und sich mit unbekannten Dingen vertraut machen! Das kindliche Spiel ist also keineswegs ein Nebenprodukt ihrer Entwicklung - im Gegenteil: Spielen ist Lernen mit allen Sinnen!

Durch das (freie) Spiel mit verschiedenen Elementen und Materialien schulen Kinder ihre Sensorik. Sie testen verschiedene Bewegungsabläufe, üben sich in der Korrdination ihrer Körperteile und trainieren ihre Orientierung im Raum. Spielen bedeutet aber auch Grenzen auszutesten, kalkulierbare Risiken einzuschätzen und sich mit anderen Kindern und Erwachsenen zu messen. Kinder spielen nicht nur für sich allein, sondern auch in Gruppen und lernen dabei, verschiedene Rollen einzunehmen, Regeln zu akzeptieren, Konflikte auszutragen, Tolerant und Rücksichtsnahme zu zeigen, sowie Absprachen zu treffen und diese auch einzuhalten. Kindern sammeln im Spiel grundlegende Erfahrungen im Sein mit anderen Menschen und schulen ganz nebenbei ihre Toleranz gegenüber anderen.

Ferner ist erwiesen, dass Kinder nur dann erfolgreich lernen, wenn sie diesen Prozess mit positiven Erfahrungen verbinden - erst dann werden dauerhafte Verknüpfungen im Gehirn geschaffen und das erworbene Wissen kann zu einem späteren Zeitpunkt problemlos abgerufen werden.

Eine Auswahl an Artikeln, Präsentationen und Hinweisen zu diesem Thema haben wir weiter unten für Sie zusammengestellt.

Lernen Kinder, die mit dem Auto zur Schule gefahren werden, wie man sich im Straßenverkehr verhält? Was wissen Kinder, deren Klettergerüste mit Fallschutzmatten unterlegt sind, über die Härte des Erdbodens? Brauchen Kinder Risikokompetenz und wenn ja, wie lernt man den Umgang mit dem Risiko am besten?

Dr. Christiane Richard-Elsner, Leiterin der interdisziplinären Arbeitsgruppe Draußenkinder im ABA Fachverband und Forscherin und Autorin zum Thema freies Kinderspiel im Freien, hat ein interessantes Essay zur positiven Beziehung zwischen dem freien Spiel und dem Einschätzen von Risiken verfasst.

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Möchten Sie heute nochmal Kind sein? Nein? Verständlich! Ein Kurz-Essay von Felicitas Römer zur JAKO-O Kampagne "Lasst Kinder einfach Kinder sein".

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Ein Kurz-Essay von Dr. Dieter Breithecker, Sportpädagoge und Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e. V. in Wiesbaden zur, JAKO-O Kampagne „Lasst Kinder einfach Kinder sein“.

Spielen ist untrennbar mit der Entwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten, letztendlich der gesamten Persönlichkeit eines Kindes verbunden. Im Spiel können Kinder wichtige Lebenserfahrungen sammeln und gleichzeitig verarbeiten, wobei dies je nach Alter sehr verschieden aussehen kann. Die Autorin, Hedi Friedrich, arbeitet als freie psychologische Psychotherapeutin und Kinder- u. Jugendlichen-Psychotherapeutin in Frankfurt am Main.