„Zeit zu(m) Spielen!“ ist das Motto des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Weltspieltag am 28. Mai 2019.

Damit will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partner/innen im „Bündnis Recht auf Spiel“ darauf aufmerksam machen, dass die Bedingungen für das freie Spiel von Kindern verbessert werden müssen. Gleichzeitig ist das Motto ein Aufruf an die Eltern, ihren Kindern den nötigen Freiraum dafür zu geben.

Wir setzen uns für mehr Zeit für das freie Spiel ein!

Jedes sechste Kind und jeder fünfte Jugendliche in Deutschland leidet inzwischen unter deutlichem Stress.1 Einschlafprobleme, Kopf- oder Bauchweh, Müdigkeit, Wut und Aggressionen sind nur einige der Auswirkungen. Das hat auch damit zu tun, dass schon im Grundschulalter viele Kinder mit Schule und Hausaufgaben, mit Nachhilfestunden und Musikunterricht, mit Ballett- und Fußballtraining in enge Zeitkorsetts gepackt werden und zu wenig Freiraum für freies Spielen und Entdecken haben. Doch genau dies bietet Kindern die beste Möglichkeit die eigenen Talente und Persönlichkeit zu entwickeln. Damit unsere Kinder und Jugendlichen also ihre Freizeit selbstbestimmt und kreativ gestalten und nicht nur vor dem Handy oder der Konsole Entspannung suchen, müssen wir Ihnen auch dringend ausreichend Zeit dafür geben.

Wir rufen zum Mitmachen auf!

Wir rufen Kommunen, Vereine, Initiativen und Bildungseinrichtungen dazu auf am Weltspieltag 2019 teilzunehmen und durch eine möglichst beispielgebende, öffentlichkeitswirksame oder witzige Aktion das Motto „Zeit zu(m) Spielen!“ in Ihrer Stadt oder Gemeinde aufzugreifen.

Dabei sollen der Phantasie keine Grenzen gesetzt werden: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Kita- oder Schulausflug in den Wald, um die Kinder für mehrere Stunden einfach mal frei spielen zu lassen? Dabei entsteht vielleicht sogar eine tolle Hütte oder eine Wassermatschanlage. Familien könnten das Elterntaxi stehen lassen und nach Kita oder Schule den Fußweg nach Hause zur Abwechslung mal als Schnitzeljagd gestalten. Das bringt Groß und Klein viel Spaß, sorgt bei allen für die nötige zusätzliche Bewegungseinheit und pustet den Kopf frei. Und Jugendliche könnten den Shoppingbesuch in der Fußgängerzone auch zum gemeinsamen Spielen nutzen, auch wenn das auf den ersten Blick uncool scheint. Wieso dort nicht einfach mal mit Plastikflaschen eine Kegelbahn bauen? Alles geht am Weltspieltag, und natürlich auch sonst.

Der Weltspieltag 2019 wird deutschlandweit zum zwölften Mal ausgerichtet. Die Partner/innen sind vor Ort für die Durchführung ihrer Veranstaltungen selbst verantwortlich. Das Deutsche Kinderhilfswerk stellt umfangreiche Aktionsmaterialien zum Bewerben der Weltspieltagaktion, wie Poster und Flyer, zur Verfügung. Weitere Anregungen für Ihre Aktion finden Sie unter Projektideen. Selbstverständlich sind auch anderweitige Spielaktionen gerne gesehen, lassen Sie der Kreativität freien Lauf! Sie können auch eine mehrtägige (Spiel-)Aktion in Kombination mit dem Fest der Nachbarschaft am 25. Mai und/oder dem internationalen Kindertag am 1. Juni ausrichten. Da der Weltspieltag in diesem Jahr auf einen Wochentag fällt, begehen ihn manche Aktionspartner/innen nicht direkt am 28. Mai, sondern am Wochenende vorher oder nachher. Auch solche Aktionen sind herzlich willkommen, solange sie das Recht auf Spiel in den Mittelpunkt stellen und unser gemeinsames Motto transportieren. Ein paar Regeln bezüglich der Anmeldungen und des Versicherungsschutzes sind jedoch von allen Aktionsanbietenden zu beachten.

Weitere Informationen zur Aktualität des gewählten Mottos können Sie in Kürze in unserem Hintergrundpapier nachlesen. Näheres über den allgemeinen Hintergrund und des Ablauf des Weltspieltages finden Sie hier.

Ab dem Frühjahr können Sie hier Ihre Aktion eintragen, so uns Ihre Idee für den Weltspieltag 2019 vorstellen und daraufhin das zum Großteil kostenfreie Aktionsmaterial zum Bewerben Ihrer Weltspieltagsaktion bestellen. Sollten Sie Hinweise zur Gestaltung von Festen benötigen, finden Sie hier alles, was Sie wissen müssen.

Zu guter Letzt: Wir freuen uns auf einen aufregenden und spannenden Weltspieltag!

 

1 Die Zahlen stammen aus der "Stress-Studie 2015: Burn-Out im Kinderzimmer: Wie gestresst sind Kinder und Jugendliche in Deutschland?" initiiert von der Bepanthenen-Kinderförderung (Eine Initiative von Bayer HealthCare Deutschland) und durchgeführt von der Fakultät für Erziehungswissenschaftder der Universität Bielefeld unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Holger Ziegler. Mehr Infos dazu, finden Sie hier.

 

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