Dr. Peter Apel ist Mitbegründer des Planungsbüros STADTKINDER, das sich für eine kindgerechte Stadtplanung einsetzt. Als Beirat im Bündnis Recht auf Spiel bringt Peter Apel seine Expertise auf dem Gebiet der Spielleitplanung und Beteiligungsprozessen ein und setzt sich für das Recht auf Spiel im Kontext der Stadtentwicklung ein.
Im Interview spricht er darüber, was eine kindgerechte Stadt ausmacht, wie Spielleitplanung als Instrument hierfür genutzt werden kann und welche Chancen sich daraus für lebenswerte Städte ergeben.
1. Sie beschäftigen sich in Ihrer Arbeit mit der Frage, wie Städte und Gemeinden kinderfreundlicher gestaltet werden können. Wenn Sie auf aktuelle Stadtentwicklung und Leitbilder schauen: Wie kinderfreundlich sind unsere Städte heute wirklich? Und was macht aus Ihrer Sicht eine kindgerechte Stadt aus, also welche Qualitäten und Anforderungen sollte sie erfüllen?
Kinder sind über die letzten Jahrzehnte systematisch aus den öffentlichen Räumen verdrängt worden. Der öffentliche Stadtraum ist den Kindern komplett enteignet worden.
Wie sieht eine kinderfreundliche Stadt aus? Ganz entscheidend ist, dass Kinder sich in ihr eigenständig sicher bewegen können. Die Nahmobilität sollte so sein, dass sich Kinder ohne die Begleitung der Eltern im Stadtraum und in ihren Quartieren sicher bewegen, selbstständig Streifzüge machen und zu Spielorten gehen können.
Eine weitere Frage ist die nach aktiven Flächen. Das sind nicht nur die klassischen Spielplätze, sondern auch die Freiräume, Grünräume, Brachen, Zwischenräume, Sport-, Bewegungs- und Aufenthaltsflächen, die es in der Stadt gibt. Es sollte eine Vielfalt an unterschiedlichen Spielerlebnissen, Aufenthaltsräumen und Flächen geben: Von naturbelassenen Brachen, Naturerfahrungsräumen bis hin zu einem Gerätespielplatz. Ein breites Spektrum an sehr unterschiedlichen Flächen animiert Kinder, sich draußen im Quartier aufzuhalten und die unterschiedlichen Bereiche aufzusuchen.
Das Thema Natur in der Stadt ist ebenfalls von zentraler Bedeutung. In jedem Quartier muss es einen Naturerfahrungsraum geben, weil naturräumliche Flächen attraktive Flächen für Kinder sind und Kinder weiterhin den Kontakt zur Natur erhalten müssen.
Das gesamte Interview kann hier weitergelesen werden:
